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Mobbingopfer – was tun?

Mein Sohn (12 Jahre), mit Rechtschreibschwäche und einigen Kilo Übergewicht (trotzdem nicht völlig unsportlich – spielt Handball, geht öfters mit Bergsteigen) behaftet, geht in die 7. Klasse einer bayerischen Ralschule. Seit diesem Schuljahr wird er besonders von einem Schüler (plus dessen Mittäter/ Satteliten/ Anhängseln) gehänselt und auch öfters geschlagen. Wir, die Eltern wissen das erst seit kürzerem. Vor den Ferien traute ersich nicht mehr in die Schule und er blieb eine Woche zu Hause.
Nun sind die Weihnachtsferien vorbei und er weigert sich in diese Schule zurückzugehen. Er schläft nachts schwer ein, blockt Diskussionen manchmal völlig ab, manchmal ist er zugänglich, launisch eben, wie das bei Mobbingofern wohl meistens der Fall sein soll. Es war schon soweit, daß wir dachten wir müßten ihn der Kinderklinik übergeben.
Ein Schulwechsel kommt deshalb kaum in Frage, weil wir bisher keine erreichbare Schule gefunden haben die noch jemanden aufnimmt. Wir haben keine Ahnung wie wir den Burschen wieder in die Schule bringen sollen. Hintragen können wir ihn doch kaum, aber irgendwann wird "der Staat" die Schulpflicht wohl einfordern.
Ein Psychologe war schon eingeschaltet und hat eine Psychotherapie vorgeschlagen zur besseren Angstbewältigung – Wartezeiten dort einige Monate bis es losgeht – toll.
Die Direktorin der Schule hat auch nur gleich einen Schulwechsel ins Gespräch gebracht, der Lehrerin in deren Unterricht (!) die Schläge teilweise statt finden hatte zur Diskussion nichts besseres beizutragen, als daß unser Sohn ja noch eine Stunde nachzusitzen hätte.
Wir brauchen jetzt Hilfe. Wie sollen wir mit der Situation umgehen? Wer weiß Rat?