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Keine Änderung in Sicht?

Irgendwann geht einem die Luft raus? Immer dann, wenn es ruhig wird, kann das auch ein schlechtes Zeichen sein?! Mit Beginn der Pubertät reden wir nicht mehr viel miteinander. Und wenn es um die Schule geht, kommen nur Antworten wie:“ Geht so“. Es sei denn es ruft die Lehrerin an, weil unser Sohn „mal wieder ausgerastet ist“. Das dem ein langer Weg des Anpöbeln, Anrempeln, Ignorieren einhergegangen ist, sagt zuerst keiner. Also atmet man als Elternteil tief durch und fragt geduldig nach. Dabei möchte ich immer öfter ausrasten, weil so langsam die Stategien ausgehen. Seit der dritten Klasse, nachdem mein Sohn eine Klasse überspringen konnte, gehen die Probleme los. Zuerst hiess es Spießer, obwohl so berauschend die Zensuren nicht waren. Jetzt mittlerweile in der 9. Klasse wird er links liegengelassen. Was vorher Androhungen und Schläge waren, ist jetzt Strafung durch Nichtbeachtung oder Ausgrenzung. Keine Freunde in der Schule, keine Einladungen….. Er hat zwar Freunde außerhalb der Schule, aber er will diese in der Schule nicht ansprechen, da er, wie er meint, nicht beliebt ist und das diese Schüler dann in eine blöde Situation bringen könnte….. Da fehlen einem doch echt die Worte, oder. Jetzt steht eine Klassenfahrt an und er will nicht mit. Er hat Angst, dass nachts nicht zum Schlafen kommt, da er den Mobbern nicht, wie sonst nach der Schule, aus dem Weg gehen kann.
Ich muss sagen, das macht mir auch Angst, aber ich kann ihn doch nicht immer und überall beschützen…..Er spielt erfolgreich Handball und Karate und dort wird er nicht gemobbt, warum nur in der Schule? Was macht er dort falsch oder liegt es nicht an ihm. Nachdem dies die dritte Schule ist, frage ich mich das mittlerweile.Wäre für hilfreiche Worte dankbar.