Das königlich Bayrische Schulleitergericht

Wir sind in Oberfranken, wo die Welt noch in Ordnung ist. Man „kennt sich“ untereinander, der Herr Lehrer, der Herr Pfarrer, der Herr Bürgermeister, ganz so wie zu Zeiten des königlich bayrischen Amtsgerichts.

Franzl besucht die Grundschule und ist zunächst ein guter Erstklässler. Da er  „a Zuagroister“ ist, lehnen ihn die einheimischen Kinder ab. Er wird relativ bald ausgegrenzt und gemobbt. Bereits in der 2. Klasse wird die Mutter aktiv und sucht das Lehrergespräch. Die Lehrerin erkennt sofort, dass Franzl selbst Schuld sei. Er würde sich nicht beteiligen und die anderen Kinder ablehnen. Er sei schließlich der Störfaktor und sie setzt ihn alleine hinten in die Klasse.

Ermutigt durch die „einsichtige“ Pädagogik der Lehrerin kristallisieren sich 3 Mobber heraus, die Franzl nahezu täglich in der 3. Klasse schikanieren. Die Mutter unternimmt folgende Interventionsversuche:

Sie redet mit den Tätereltern ( wie gesagt, man kennt sich)
Ergebnis: nach kurzer Pause nimmt Mobbing zu.

Sie droht den Tätern selbst
Mobbing nimmt zu.

Sie sucht das Gespräch mit dem Schulleiter
Jo mei, an meiner Schule gibt es kein Mobbing. Das sei Schwachsinn, es gäbe keinen Grund zum Eingreifen. Sie solle ihren Sohn besser erziehen.

Franzl wird immer schlechter in der Schule und die Lehrer wissen den Grund. Er würde sich nicht am Unterricht beteiligen, mache Hausaufgaben nicht, sei viel zu langsam und hätte wohl gravierende Verständnis- und Intelligenzprobleme. Die Hoffnung, dass Franzl auf die Realschule gehen könnte, zerschlägt sich, weil die Noten nicht passen.
Bei gleichem schriftlichen Schnitt bekommt ein Schüler ( Einheimischer) eine 2 und Franzl ( Zugereister) eine 3.

Der schulpsychologische Dienst wird eingeschaltet. Die Dame dort meint, da könne sie nichts machen. Zusätzlich wird ein Psychologe konsultiert, der ein Gutachten erstellt. Das Gutachten wird vom Schulleiter abgelehnt.  Die Mutter verlangt detaillierte Auskunft, wie die Noten von Franzl zustande gekommen sind. Das wird ihr von der Schule verweigert und erst auf Grund einer Beschwerde beim Staatlichen Schulamt erhält sie Auskunft.

Interessant ist der Notenspiegel, den die Lehrer bei Arbeiten verwenden:

Punkte:     21/20  | 19/18  | 17/16 | 15/14/13  | 12/11/10/9/8  | 7-0
Note :              1               2              3          4                                    5                    6

Zwischennoten Fehlanzeige. Es steht doch zweifelsfrei fest, dass der Schüler mit 12 Punkten mehr gewußt hat, als der mit 8. Dennoch bekommt er diesselbe Note. Welche Gerechtigkeit!

Stellungnahme

Man kann Eltern nur noch Eines raten: Überwinden Sie endlich ihre Angst vor der Schule, vor solchen Steinzeitlehrern. Tun Sie nämlich nichts, kommt es noch schlimmer als wie Sie schon befürchten. Ihr Kind wird nicht nur in den Leistungen absacken, sondern es kann traumatisiert werden und Folgeschäden bis ins Erwachsenenalter davon tragen. Für die Folgeschäden kann die Schule nichts, dafür sind Sie verantwortlich, weil Sie Angst hatten.

Was Sie als Eltern besser nicht tun, lesen Sie weiter oben. Mehr darüber erfahren Sie auf Mobbing in Schulen.

MOBBING  FUNKTIONIERT AUCH DESWEGEN, WEIL ELTERN VIEL ZU LANGE WARTEN ODER SICH VOR DER SCHULE FÜRCHTEN!