Mit den Tätereltern reden

Mein Sohn wird seit der Grundschule von einen ganz bestimmten Jungen (der eigentlich ein Freund war) geärgert. Wenn mein Sohn sich wehrt geht der Junge „petzen“, schiebt somit die Schuld auf meinen Sohn.
(Der Junge weiß genau wann er was zur richtigen Person zu sagen hat!!) In der Grundschule hat somit immer den Arger bekommen. Jeglicher Versuch mit der Lehrerin und den Eltern zu reden scheiterte.

Jetzt ist mein Sohn auf der Realschule und der andere Junge auf dem Gymnasium, leider liegen die Schulen genau neben einander und der Ärger geht weiter.
Jetzt artet es allerdings in Gewalt gegen ihn aus (treten und festhalten mit Freunden).
Wieder haben wir die Eltern angesprochen, aber wieder war kein einsehen und die Schuld wird wieder auf meinen Sohn geschoben.

Welche Schritte kann ich noch unternehmen und dem endlich zu entgehen? Mein Sohn geht ihn schon weitestgehend aus dem Weg, aber da sie den gleichen Schulweg haben, ist das nicht immer möglich.
Ich habe jedenfalls die Faxen echt dicke. Ich möchte das mein Sohn endlich eine ruhige Schulzeit hat.

Stellungnahme

Ein häufig gemachter Fehler ist der Versuch mit den Eltern des Täters zu reden. Der Versuch scheitert, es tritt keine Verbesserung ein, die Situation verschlechtert sich und Mobbing nimmt zu. Das hat folgende Gründe:

  • Die Eltern der Täter nehmen ihr eigenes Kind in Schutz und somit das aggressive Verhalten in Kauf.
  • Sie bestrafen ihr Kind und der Täter lernt am „Vorbild“ der Eltern, dass Strafe das passende Mittel ist, um sein Ziel zu erreichen. Wen wird der Täter wohl als nächstes „bestrafen“?
  • Die Täter-Eltern interessieren sich nicht für Ihr Anliegen und machen ihnen und ihrem Kind massive Vorwürfe.

Der Versuch führt zu einer 100%igen Verschlimmerung der Fälle!

Dazu gibt es eine Studie der

Universität München, Marja Kulis Betreuung Prof. Dr. Mechthild Schäfer , Institut für pädagogische Psychologie und empirische Pädagogik
und der
Universität Freiburg , Katharina Häberle, Jutta Trapp, Stepanie Stadelmann, Sabine Pulm ,Holger Dickhut. Betreuung  Dr. Hans Wolfgang Linster, Institut für Entwicklungspsychologie

 Der Gedanke ist zwar logisch, wenn ich den Täter dazu bewege aufzuhören hat „mein“ Kind Ruhe. Zumindest seit c.a. 2500 Jahren weiß man, dass das nicht funktioniert. Zu dieser Zeit sagte Buddha:“Willst du die „Welt“ verändern, dann verändere dich!“