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Was sonst nicht passt !

Kopftuch

Vielen Dank für ihre Seite, es ist zwar lange her, aber ich möchte trotzdem meine Mobbinggeschichte erzählen.

Als ich 16 Jahre alt war, da ging ich in die 8 Klasse, es war alles wunderbar. Mein Vater ist Türke und meine Mutter ist deutsche und soweit lief auch alles wunderbar.
Meine Eltern sind beide Muslime, aber ich habe lange Zeit es mit dem Glauben nicht so genau genommen. Später fing ich an mich etwas mehr in diese Richtung zu orientieren, ich
trug dann später den Hijab (Kopftuch) und dann fingen alle Probleme an.

Die NPD verteilte irgendwelche Musik CDs, die Verteiler haben auch viele Gespräche mit den Schülern an der Bushaltestelle nach dem Nachhause Weg geführt. Worüber die geredet haben weiß ich nicht, da Politik mit nicht besonders interessiert.
Plötzlich wurde ich mit Vorwürfen überhäuft, man behauptete meine Eltern würden mich zwingen, was überhaupt nicht stimmte.


Einen Tag war ich krank, deswegen war ich auch nicht in der Schule. An diesem besagten Tag, da wurde wohl im Ethik Unterricht ein Film über Ehrenmorde und Zwangsheirat gezeigt. Als ich in der Schule war, da musste ich  mich rechtfertigen, ich wusste zwar, dass unser Prophet so etwas verurteilt hatte aber in dem Moment keinen Text zur Hand. In der Pause wurde ich mehrfach aufgefordert das Kopftuch ab zu setzen, als ich das nicht tat fing der Ärger an.Alle meine Freunde distanzierten sich von mir, immer wenn ich in ihre nähe kam hörten sie auf sich zu unterhalten. Oft schrien sie, das Gespenst ist im Anmarsch oder wenn ich mit ihnen reden wollt, dann schrien sie verpiss dich Kopftuchschlampe. Irgendwann wurde mir das zu viel und ich erzählte es meiner Lehrerin, sie verdonnerte meine Mitschülerinnen und Mitschüler zum nachsitzen. Am nächsten Tag wurde ich von 3 Leuten zusammen geschlagen, meine Lehrer sagten zwar etwas dagegen doch es half nichts.

Ich wurde immer zurück gezogener, und traute mich auch nicht mit anderen darüber zu sprechen. Meine Noten wurden ebenfalls immer schlechter, aber mein Glaube an Allah hat mir geholfen das Ganze durch zu stehen. Dieser Glaube, war der Einzige Grund weshalb ich mir nicht das Leben nahm, aber ich habe oft darum gebetet. Oft waren es Beschimpfungen, wie Kopftuchschlampe dann wurde mir immer wieder gesagt, dass wenn ich mein Kopftuch abnehme, dass sie mich alle sofort in Ruhe lassen würden.

Zufällig hat meine Lehrerin das gesehen, sie hat ein Machtwort gesprochen. Dann fragte sie meine Schüler, was sie wohl machen würden wenn sie einen Bruder hätten der sie kontrolliert. Desweiteren sagte sie, dass in traditionell Muslimischen Familien die Frauen wenn sie sich nicht so verhalten wie erwartet einem Ehrenmord zum Opfer fallen würden. Sie stellte den Schülern die Frage, ob sie lieber gehorchen und Kopftuch tragen oder es ablegen und einen Ehrenmord in Kauf nehmen würden. Diese Aussagen haben mich sehr verletzt, denn meine Eltern haben mich nie dazu gezwungen, mein Vater sagte mir sogar, dass ich mir jede Menge ärger aufladen würde.

Als ich den Hijab verteidigte, da wurde mir entgegen gehalten ich würde lügen. Einige der Schüler, die behaupteten, sogar in einem von den NPD Zeitungen (Oder was das da war) gelesen zu haben, dass Muslime lügen dürften wenn es der Eigenen Sache dienlich wäre. Meine Lehrerin kanzelte das als Lüge ab, ich fing an zu weinen und meine Lehrerin sagte dann auch noch, dass man hier sehe wie groß die Angst vor den Eltern sei. Sie stellte das so da, als würde ich den Hijab aus Angst vor meinen Eltern verteidigen.

In der 5 Minutenpause habe ich meine Brotdose auf den Tisch gestellt, als ich mich bückte um meine anderen Sachen aus der Tasche zu holen, da nahm eine Mitschülerin mein Brot weg. Sich biss rein, legte das Brot auf den Tisch und spuckte mich mit dem zerkauten Brot im Mund an. Das war richtig ekelig, ich bekam immer wieder Rückenschmerzen und hatte Angst zu Schule zu gehen. Meine Eltern wussten nicht was los war, eine Zeitlang habe ich auch die Schule geschwänzt.

Meine Lehrerin bemühte sich zwar um mich, aber sie war leider voller Vorurteile und eine Kommunikation war erschwert. Aber auch im Matheunterricht gab es Probleme, einmal wurde ich an die Tafel geholt und löste eine Matheaufgabe falsch. Da brüllte der Lehrer mich an und sagte: Nimm das Kopftuch ab, dann kannst du vielleicht ein bisschen klarer denken! Die ganze Klasse fing an über mich zu lachen, immer wieder kamen die Schüler mit Fragen warum Allah bei mir wohl bei der Vergabe der Intelligenz gespart hätte. Als ich einmal auf dem Nachhause Weg angegriffen wurde, da sahen das ein paar Jungen aus der Nachbarschaft die mir zur Hilfe kamen.

Dann kam es zu einem Gespräch mit meinen Eltern, da musste ich ihnen alles erzählen. Ich war überrascht, mit wie viel Verständnis sie reagierten. Später kam es zum Gespräch mit der Schulleitung, ich bekam eine neue Klassenlehrerin und die sprach dann mit der Klasse über das Thema Mobbing. Ich bekam dann als Hausaufgabe, über die Rolle der Frau im Islam einen Aufsatz zu schreiben. Seitdem, hat sich das Verhältnis zu einigen Mitschülerinnen verbessert, zu den männlichen Mitschülern zwar noch nicht, aber die ließen mir mehr in Ruhe. Ich kann daher jedem raten, mit den Eltern zu sprechen und es nicht in sich hinein zu fressen. Mit der Zeit aber verlief die Zeit in der Schule immer besser, auch dank der Hilfe die ich von meinen Lehrern bekam. Das sind so die Dinge, die mir aus meiner früheren Schulzeit in Erinnerung geblieben sind. Ich dachte mir, dass diese Erfahrungen vielleicht für ihre Mobbingleaks Seite nützlich sein könnten.
Mit freundlichen Grüßen

Fatima

Ein Opfer von Bildungsexperimenten?

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Zugegeben, es fällt nicht leicht diesen Text zu lesen. Respekt vor dem Mut dieses jungen Mannes und Respekt, mit so einer Sprache und Rechtschreibung den Industriemechaniker gemacht zu haben. Ist das das Ergebnis der schulischen Bildung? Wo waren da die Lehrer? Quo vadis Schule?

Kindgerechte Schule

Eine kindgerechte Schule hat folgende Ziele:

Das Kind entwickelt ein gutes Selbstwertgefühl

Es kann seine Stärken entwickeln
Es lernt mit seinen Schwächen umzugehen und sie zu akzeptieren
Es kann seine eigenen Lernstrategien entwickeln
Es verfügt über ein gutes Grundwissen und gute Grundfertigkeiten

Individuelle Lernerfahrung

Das Kind

wird dort abgeholt, wo es in seiner Entwicklung steht.
kann so lernen, wie es ihm am besten entspricht.
hat überwiegend Erfolgserlebnisse.
fühlt sich von den Eltern und der Schule als Person akzeptiert, – unabhängig von seinen Leistungen.

Respekt vor der Einzigartigkeit des Kindes

Das Kind kam nicht auf die Welt, um die Erwartungen der Eltern zu erfüllen.
Das Kind gehört nur sich selbst.
Das Kind soll das Wesen werden, das in ihm angelegt ist
Dies zu ermöglichen ist die Aufgabe von Eltern und Schule.

Eine kindgerechte Schule ist geprägt von den pädagogischen Bitten der Kinder

Mach mir Angebote und lass mich teilhaben
Beteilige mich und lass mir Zeit es zu erfahren
Akzeptiere mich mit meinen Fähigkeiten und Potenzialen
Hilf mir, es selbst zu tun

Zu einer kindgerechten Schule gehört natürliches Lernen

Lernen erfolgt sozusagen spielend. Jedes Kind kommt mit einem Entwicklungspotenzial und einem natürlichen Forscherdrang auf die Welt. Es strebt danach,

dieses Potenzial zu verwirklichen,
mit anderen Menschen in Kontakt zu treten und zu kommunizieren,
seine körperlichen, emotionalen und geistigen Fähigkeiten zu entwickeln und zu schulen,
die Eigenschaften und Qualitäten der Umwelt zu erkennen und Zusammenhänge zu begreifen.

Um dies zu erreichen, sucht es konkrete Erfahrungen mit der Umwelt, sucht sich selber Aufgaben und Herausforderungen, an denen es wachsen kann. Es orientiert sich zwar an Vorbildern, bildet sich aber selbst. Der Motor dafür sind seine persönlichen Erfolge und die Freude daran, Neues zu entdecken. Diese „innere“ Motivation liegt in jedem Menschen, sie ist die größte Motivation (zum Lernen), die wir kennen.

Auszug aus dem Schulkonzept:

Die Schüler führen ein Lerntagebuch (Wochenbericht)
Es gibt individuelle Wochenpläne, die mit den Lehrern besprochen werden (Lehrer als Coach).
Im Portfolio wird der Pflichtteil von Bildungsinhalten dokumentiert. Wann was gelernt wird, entscheiden die Schüler.
Unterricht/Lernen geschieht überwiegend in Projekten und wird ergänzt durch andere methodische Formen wie Lehrgänge, Erkundungen, Expertenbefragungen, Fallstudien, Experimente usw.

“Lernen erfolgt in Gruppen”, das Wissen wird weiter gegeben. Das ist Lernen durch Lehren. Siehe dazu auch LdL nach Jean-Pol Martin.

Bildungsexperimente

Ihr Anliegen: isch bin opfer der mobind wail isch in krankenhaus war wegen panik ataken werd inder stad ezelt das ish selish krank bin das wegen habe ish arbeit feloren schule und werde schlescht akzeptirt in geselschaft bite um hilfe isch bin gelernte industri meschaniker hab eksperimente gemaht mit elektro farad und lischt mashine isch hab file hobis kunst shtrum produktion wasa produktion fon meres waser bite helfen si mir isch glaube an gott gehe in der kirsche aber werd nischt beser mit der mobing

 

Zugegeben, es fällt nicht leicht diesen Text zu lesen. Respekt vor dem Mut dieses jungen Mannes und Respekt, mit so einer Sprache und Rechtschreibung den Industriemechaniker gemacht zu haben. Ist das das Ergebnis der schulischen Bildung? Wo waren da die Lehrer? Quo vadis Schule?

Es gibt kein Mobbing !!!!

Um es mal mit Rüdiger Hoffmann zu sagen: Ich weiß ja nicht, ob Sie es schon wußten, aber es gibt kein Mobbing, an unserer Schule gibt es erst recht kein Mobbing. Und genau an dieser Schule, an der es ja kein Mobbing gibt, gibt es aber eine Mobbingberaterin. So werden also wertvolle Deputatsstunden und damit Steuergelder verschwendet – oder mache ich da einen Denkfehler?

Da wird ein (hochbegabter) Schüler ausgegrenzt, mundtot gemacht, darf sich nicht beteiligen, weil der Klugscheißer ja alles (besser) weiß. Seine Schulsachen verschwinden oder werden zerstört. Ja stimmt, Herr Schulleiter, das ist kein Mobbing, das ist schon rohe Gewalt, das sind massive Straftaten. Jeder Schulleiter der so ein Schülerverhalten toleriert macht sich schuldig. Seine Fürsorgepflicht ist verletzt, er unterstützt eine Straftat und verstößt damit gegen das Schulgesetz und die Landesverfassung, auf die er einen Beamteneid geschworen hat.

Und was machen die Kollegen? Der Schüler ist lästig und was lästig ist muss weg. Strafarbeiten, Einträge Unterrichtsausschluss ist das passende Machtmittel. Den Eltern sagt man, sie seien Schuld, das Kind sei Schuld, es müsse in psychologische Behandlung. Den durch die Schikanen bedingten Leistungsabfall schiebt man auf das Kind: Es ist faul, beteiligt sich nicht am Unterricht, stört den Unterricht und ist natürlich fehl am Platze. Der Schulwechsel wird empfohlen oder durch entsprechende Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen aus dem Schulgesetz eingeleitet.

Lehrer haben bei Dienstantritt eine Eid geschworen u.A. dass sie ihren Dienst nach bestem Wissen und Gewissen ausüben werden. Angenommen ihr Gewissen ist in Ordnung, dann mangelt es an Wissen, an Kompetenz. Die kann man ihnen beibringen. Immerhin die Kultusministerien haben das erkannt und entsprechende Verwaltungsvorschriften, Dienstanweisungen und Fortbildungen verordnet. Selbst das Geld dafür ist da. Dann frage ich mich, wie kommen Lehrer zu o.g. Aussagen?

Sie fragen sich wo das geschieht? Wöchentlich an vielen deutsche Schulen in allen Bundesländern.

Spätfolgen

Ich wurde 3 Jahre in meiner Schule gemobbt, bis ich in der 10. Klasse zusammen gebrochen bin und mitten im Schuljahr die Schule gewechselt habe.
Inzwischen bin ich 21 Jahre alt und studiere Angewandte Kognitions- und Medienwissenschaften. In meinem Studium beschäftige ich mich nun unter anderem damit
wie man Menschen mit verschiedenen Problemen über die Medien helfen kann. Zu meinem persönlichen Erfahrungen bei meiner eigenen Geschichte gehört, dass
ich zum Glück irgendwann gelernt hab, dass ich intelligent genug bin, um das Abi zu überstehen und für eine Karriere zu kämpfen, nett genug um Freunde zu haben und hübsch genug, um einen Freund zu finden, also all das wovon ich früher nur geträumt hab.

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